Kurz nachdem ich mir Visual Studio 2008 installiert habe, wollte ich ein kleineres Datenbank-Projekt komplett auf LINQ2SQL umstellen. Insgesamt muss ich sagen, dass dies erstaunlich leicht von der Hand ging und der Quellcode nun wesentlich schöner und aufgeräumter aussieht.
Allerdings habe ich immer noch zwei riesige Probleme:
1. Die VSS-Integration in Visual Studio 2008 buggt
Leider ist das Update 1 für VisualSourceSafe 2005 nicht rechtzeitig zum Release von Visual Studio 2008 fertig geworden. Es gibt zwar eine CTP, aber nur für die englische Version (die ich natürlich gerade nicht habe). Da ich aber vermeiden wollte unser gesamtes VSS in eine instabile Lage zu versetzen, habe ich notgedrungen die SourceSafeIntegration meines Projektes abgeschaltet. Jetzt kopiere ich mir Sicherungen – was für ein Rückschlag!
2. ReSharper 3.x kann mit C# 3.0 nichts anfangen
Offenbar ist auch JetBrains vom Release von VS2008 etwas überrollt wurden. Mein Lieblingsplugin ReSharper versteht leider kein C# 3.0 und insbesondere auch kein LINQ. Also markiert er den gesamten LINQ-Code als fehlerhaft und blockiert auch das IntelliSense. Auch dies ist ein äußerst unbefriedigender Zustand – zumal C# 3.0 Support offenbar erst für ReSharper 4.0 geplant ist. Momentan habe ich jedoch die Hoffnung, dass kurzfristig wenigstens ein paar Features eingebaut werden, die selektiv für einige Files ReSharper abschalten können.Â
Filed under: C#,Visual Studio — Steffen Forkmann at 11:17 Uhr
Ich habe eben bei Florian gelesen, dass die Visual Studio 2008 Team Suite Final und damit auch das .NET Framework 3.5 seit heute zum Download angeboten werden – also wie versprochen noch im November. Ich gehe mal davon aus, dass die “MSDN Subscriber Downloads” heute wohl wieder ziemlich langsam werden. 😉
Jetzt kann ich endlich C# 3.0 und LINQ für Produktivumgebungen einsetzen.
Nachtrag: Die Express-Versionen von Visual Sudio 2008 (Visual Basic 2008 Express, Visual C# 2008 Express, Visual C++ 2008 Express, Visual WebDeveloper 2008 Express)Â kann man ab jetzt auch kostenlos downloaden.
Vor einiger Zeit habe ich einen Testbericht zu ReSharper verfasst und einige kleinere Bugs bemängelt. JetBrains gibt jedoch öffentlichen Zugang zu seinen Nightly Builds bzw. zum Early Access Program. Dort gibt es fast jeden Tag einen frischen Build aus einer der folgenden Kategorien: Not tested, Works here, Stable, Not recommended
Neben jeden Build ist auch immer ein Verweis auf die im Build geschlossenen Tickets.
Ich habe jetzt die letzte Stable-Version installiert und die bemängelten Bugs sind offenbar behoben. Es gibt jetzt sogar eine Anzeige für den globalen Projektstatus.
Scott Guthrie, seines Zeichens General Manager in der Microsoft Developer Division, schreibt in seinem Blog, dass mit dem finalen Release von Visual Studio 2008 und .NET 3.5 die Möglichkeit bestehen wird, den .NET Basis-Quellcode anzusehen und zu debuggen.
Das ist zwar mit Reflector auch auch heute schon möglich, allerdings ohne Quelltextkommentare und auch nicht mit allen Variablennamen.
ReSharper ist ein Plugin der Firma JetBrains für Visual Studio, das sich speziell die Produktivitätssteigerung beim Entwickeln als Ziel gesetzt hat. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Refactoring-Unterstüzung gelegt, also auf das nachträgliche Umgestalten von Quellcode. JetBrains wirbt damit das “intelligenteste AddIn für Visual Studio” entwickelt zu haben – doch was kann ReSharper wirklich?Â
Jens Hesse: Hallo Steffen. Du warst zum ersten Mal auf der „BASTA!“, wie kam es dazu?
Steffen Forkmann: Hallo Jens. Die „BASTA!“ Ist eine der wichtigsten deutschsprachigen Entwicklerkonferenzen, da ist es klar, dass man dort gern teilnehmen möchte. Dass es dieses Jahr sogar gleich als Sprecher geklappt hat, habe ich vor allem Torsten Weber zu verdanken. Er ist Leiter der .NET User Group in Leipzig und auch im Advisory Board der „BASTA! 2007“.
JH: Worüber hast Du gesprochen?
SF: Ich habe einen Einstiegsvortrag über die Programmierung in Microsoft Dynamics NAV gehalten und dabei versucht wesentliche Grundkonzepte in Navision zu vermitteln.
JH: Dynamics NAV (ehemals Navision) ist eine ERP Plattform aus dem Hause Microsoft. Was spricht aus deiner Sicht für den Einsatz von Dynamics NAV?
SF: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht spricht eine ganze Menge dafür. Microsoft bietet hier ein vollständiges ERP-System, das alle grundlegenden Geschäftsprozesse schon vorimplementiert zur Verfügung stellt. Das bedeutet Partnerunternehmen können auf diese Grundprozesse aufbauen und brauchen nur ihr eigenes Branchenwissen zu implementieren. Alle buchungs- und steuerrelevanten Details sind ja schon da. Das bedeutet somit einen gewaltigen Entwicklungsvorsprung gegenüber einer komplett eigenen Lösung. Es ist für einen Entwickler schon schwierig genug die betriebswirtschaftlichen Interna seiner Branche zu verstehen, da muss man sich die Buchhaltung oder ähnliches nicht auch noch antun – zumal Navision dafür ein Zertifikat von Wirtschaftsprüfern hat. Allerdings bekommt man diesen Entwicklungsvorsprung nicht geschenkt. Neben den Lizenzkosten für Client und Standardobjekte fallen auch noch Lizenzkosten für Eigenentwicklungen an.
JH: Warst Du mit Deinem Vortrag / der Resonanz zufrieden?
SF: Da die „BASTA!“ eigentlich eine reine .NET-Veranstaltung ist, war ich mit den ca. 25 Zuhörern eigentlich ganz zufrieden, zumal auch einige attraktive Mainstream-Themen parallel liefen. Nachdem Vortrag kamen auch noch diverse Zuhörer zu mir und stellten einige Detailfragen. Unter anderem auch zur rudimentären Entwicklungsumgebung C/SIDE.
JH: Wie darf man das genau verstehen?
SF: In meinem Vortrag habe ich Dynamics NAV aus Entwicklersicht beschrieben. Mir war es wichtig auf der einen Seite den schon angesprochenen Entwicklungsvorsprung zu erkären, aber auf der anderen Seite habe ich auch auf diverse Probleme im Entwicklungsalltag hingewiesen. Die Entwicklungsumgebung C/SIDE ist eben schon einige Jahre alt und auf einer modernen Konferenz wie der „BASTA!“, wo u.a. auch Visual Studio der übernächsten Generation gezeigt wird, kommt eine Demo in C/SIDE manchen Teilnehmern schon wie Kulturschock vor. Da kann man noch so lange auf die Vorteile von NAV eingehen, wenn man einmal die Codeunit 80 aufmacht und eine Funktion zeigt, die über 36 Bildschirmseiten geht und nicht ein Kommentar zu sehen ist, dann wirkt das auch auf den härtesten Notepad-Hacker abstoßend.
JH: Verstehe. Wie geht es jetzt weiter? Wird man Dich öfter auf Entwicklerkonferenzen sehen?
SF: Na das hoffe ich doch. Schon im Frühjahr 2008 findet zum Beispiel die BASTA! Spring unter dem Motto “Best Practices” statt. Da werde ich mich sicher mit dem einen oder anderen Thema bewerben. Als nächstes liegt jedoch erstmal eine Dozententätigkeit bei der Berufsakademie Heidenheim an. Dort werde ich zwei Vorlesungen über Dynamics Nav halten.
JH: Was hältst Du von der Konferenz im Allgemeinen, und wie beurteilst Du die Ihre Stellung im Vergleich zu kostenlosen Konferenzen wie beispielsweise der ICE in Lingen?
SF: Also die BASTA! ist natürlich nur schwer mit der ICE zu vergleichen. Die BASTA! ist aufgrund ihrer Größe natürlich wesentlich breiter besetzt, sowohl thematisch als auch personell. Mit 78 Speakern kann natürlich auch ein viel breiteres Spektrum geboten werden. Allerdings fällt die Wahl bei teilweise 8 parallelen Sessions auch schwerer. Als Zuhörer hat man immer das Gefühl einen wichtigen Teil zu verpassen. Die ICE hingegen ist wesentlich persönlicher und somit der Erfahrungsaustausch auch etwas einfacher möglich. Besonders gut gefällt mir auch das Konzept der .NET User Group Leipzig. Dort werden halbjährlich mit dem .NET Summercamp bzw. dem .NET Wintercamp, auf dem ich auch schon sprechen konnte, sehr preiswerte .NET-Konferenzen angeboten. Dieses Jahr hat Torsten Weber sogar mit Daniel Fisher, Å enaj Lelic, Bernd Marquardt, Roland Weigelt, Ralf Westphal und Michael Willers die absolute .NET-Prominenz für das .NET Summercamp gewinnen können.
Durch die sogenannte “LiftOff Initiative” sollen Microsoft Partner in einem Trainingsprogramm an die Technologien rund ums Web 2.0 herangeführt werden. Schwerpunkt der Trainingsmaßnahme ist die Integration der Microsoft Webtechnologien (WPF/E, ASP.NET, AJAX), Web Services und Map Point, sowie Workflow Management.
Am 06.07.2007 findet ab 19:30 ein sehr interessantes Event in Leipzig statt. Roland Weigelt wird über die Entwicklung seines mehrfach ausgezeichneten Plugins GhostDoc berichten und einen Einblick in die Visual Studio Erweiterbarkeit geben. GhostDoc ist für mich neben ReSharper das wichtigste Plugin für Visual Studio überhaupt.
Der Vortragende wird folgende Features vorstellen: