Saturday, 2. September 2006
Sep 02
Wenn man nach dem Rating-Portal Benchpark geht, ist Navision (bzw. Microsoft Dynamics .NAV) momentan das beliebteste ERP-System überhaupt und liegt damit deutlich vor Axapta, SAP und SSA Global.
Bei den CRM Systemen ist Microsoft momentan nur auf Rang 4 – aber immerhin vor Siebel…
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Sep 02
“Businesses depend on business processes” schreibt David Chappell als einleitenden Satz in einem viel zitierten Artikel über die Windows Workflow Foundation (WF). Dieser Satz zeigt meiner Ansicht nach sehr gut wie wichtig es für Unternehmen ist ihre Geschäftsabläufe zu standardisieren und zu automatisieren. Dabei gibt es zwei Welten die aufeinander prallen. Auf der einen Seite sind logische und streng geordnete Programme und auf der anderen Seite Menschen, die Ihre Arbeitsabläufe unterbrechen und einteilen wollen. Programme sind in der Regel so geschrieben, dass sie ihre Aufgaben schön sequentiell hinter einander abarbeiten. Menschen tendieren eher dazu angefangene Aufgaben erstmal ruhen zu lassen und bei Bedarf andere Aufgaben zwischen zu schieben. Man denke dabei an einen Angestellten der zur Mittagspause geht und unterwegs einen Kollegen trifft. Der Kollege erzählt ihm von einem wichtigen Auftrag und schon startet der Angestellte noch beim Mittagessen einen neuen Workflow.
Was ist eigentlich ein Workflow?
Ein Workflow ist eine vordefinierte Menge an Aktivitäten die Menschen und/oder Software koordiniert zu einem bestimmten Ergebnis führen soll. Dabei unterscheidet man in sequentielle (FlowCharts) und zustandsbasierte Workflows (StateMachines).


Was sind typische Workflow-Szenarien?
- Bestellvorgänge: Wenn beispielsweise eine Bestellung in einem OnlineShop aufgeben wird muss eine Bestätigung erfolgen (je nach Bestellwert automatisch oder manuell). Danach muss eine Bestätigungsmail versandt werden, die Abbuchung vorgenommen und die Bestellung im Lager zusammengestellt und versandt werden.
- Zulassungsvorgänge: In Firmen fallen oftmals Dokumente an die von verschiedenen Personen bewilligt und freigegeben werden müssen. Gleichzeitig wollen die Personen möglicherweise Notizen und Änderungsvorschläge für das Dokument hinterlassen.
- Issue tracking: Ein CallCenter nimmt Anfragen und Probleme entgegen und startet für jedes Problem einen Supportvorgang (Ticket). Dabei kann es je nach Problem verschiedene Abläufe geben, bei denen die verschiedensten Personen (Second-Level-Support, Administratoren, Entwickler) involviert sein können.
Wie kann man solche Geschäftsabläufe jedoch unterstüzen und kontrollieren? Die Antwort lautet natürlich Windows Workflow Foundation.
Was ist die WF?
Die WF ist ein zum .NET Framework 3.0 gehörendes deklaratives Programmierkonzept, das Entwicklern ermöglichen soll komplexe Workflow-Szenarien im Computer abbilden zu können. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die grafische Veranschaulichung des Workflows innerhalb des Visual Studio Designers gelegt, so dass man komplexe Arbeitsabläufe direkt mit den jeweiligen Workflow-Experten grafisch erfassen kann. Gleichzeitig wird eine RunTime-Umgebung zur Verfügung gestellt, die innerhalb eines Host-Prozesses den Ablauf des Workflows steuert.
Jeder Workflow braucht einen Host-Prozess, der die RunTime-Umgebung des Workflows instanziert. Dies kann jede .NET-Anwendung aber auch jeder Server sein. Die Windows Workflow Foundation-Technologie kommt übrigens ursprünglich aus dem BizTalk-Server und wurde von dort direkt ins .NET-Framework ausgelagert.
Ist die WF nur für Entwickler?
Prinzipiell ist die WF ein Programmierkonzept – jedoch wurde die WF bereits in die nächsten Versionen von SharePoint und Office integriert, so dass es durchaus möglich sein wird Workflows zu definieren ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben. Dokumentenzulassungs-Workflows zum Beispiel kann man komplett im SharePoint Designer erstellen.
Wie geht es weiter?
Im nächsten Teil der Serie werde ich einen einfachen Workflow und die Implementation mit der WF vorstellen.
Weiterführende Quellen:
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Sep 02
Unter http://msdn.microsoft.com/dotnetrocks/ gibt es ein Internetradio, dass alle paar Tage eine ca. einstündige Talk Show zu .NET-Themen sendet.
Sep 02
Nachdem ich bisher nur Gutes vom Windows Live Writer gelesen habe, wollte ich das neue Tool auch mal ausprobieren.
Der erste Eindruck ist durchweg positiv auch wenn die Beta noch einige kleinere Schwachstellen hat.
Nach der Installation fragt Live Writer nach den LogIn-Daten des Blogs. Da ich Blogger benutze musste ich nur meinen Blogger-Account angeben und konnte dann direkt loslegen und mit Hilfe dieses Testposts Erfahrungen sammeln:
- Der Editor bietet fast Word-Komfort – sogar Undo-Funktionalität ist implementiert.
- Das Veröffentlichen von Post geht spielend einfach.
- Für Bilder kann man einen eigenen FTP-Account angeben.
-
Karten von Windows Local Live können eingefügt werden. (Offensichtlich gibt es da aber noch ein paar Bugs.)
- Posts können nach dem Veröffentlichen editiert werden. Dabei kann ich sogar Posts die ich nicht mit dem Live Writer erstellt habe editieren.
- Es gibt eine Wörterbuch-Funktion. Allerdings habe ich die bisher noch nicht auf Deutsch einstellen können.
- Ping-Funktionaltität nach dem Bloggen ist auch implementiert, so dass z.B. Technorati nun automatisch auf die neuen Posts aufmerksam gemacht wird.
- Es gibt einen Windows Live Writer SDK falls man was dazu programmieren will. Es ist ja nicht so, das ich das jetzt direkt vor hätte, aber schön zu wissen. (Das ist so ähnlich wie mit meinem Handy. Das habe ich vor 1,5 Jahren gekauft. Auschlaggebendes Argument war damals, mit dem Argument das dort das .NET-Framework läuft. Bislang hatte ich aber noch keine Zeit dafür mal eine Anwendung zu schreiben. Ich habe noch nicht mal irgend ein .NET-Programm auf dem Handy. Aber schön zu wissen das es gehen würde… )
Wer mehr über den Windows Live Writer lesen will: http://windowslivewriter.spaces.live.com/
Tuesday, 29. August 2006
Aug 29
Am Samstag war ich mit meinem Kollegen Jens Hesse bei der ICE2006 in Lingen.
An dieser Stelle möchte ich kurz einmal die wichtigsten Themen vorstellen die mich auf der ICE2006 bewegt haben.
- Die Windows Workflow Foundation rockt!
- Entwickler sollten auf keinen Fall lokale Adminstratoren sein.
- Firmen-WLAN’s können viel stärker abgesichert werden als ich bisher angenommen habe.
- Windows Live bietet viele bekannte Dienste gesammelt in neuem Umfeld.
- Mit lose gekoppelter Software kann man zur Not auch 40.000 Clients bedienen.
- Microsoft tut alles um Software sicherer zu machen.
- Immer den Feedbackbogen abgeben.
Zu Punkt 1:
In einem Vortrag von Sebastian Weber wurde die Windows Workflow Foundation vorgestellt. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe schon einiges darüber gelesen aber erst die Demo hat bei mir ein gewaltiges “Aha!-Erlebnis” ausgelöst. Die Einsatzmöglichkeiten der WF sind nahezu unbegrenzt. Einer der großen Vorteile die ich sehe ist, dass man mit dem Designer ein Tool in die Hand bekommt mit dem man zum Kunden gehen kann und gemeinsam mit ihm den Workflow baut. Wenn man dann nach Hause kommt muss man nur noch die freigelassenen Codeblöcke implementieren, der Ablaufplan steht dann jedoch schon.

Ich habe mir bereits die Beta herunter geladen und einige kleine Workflows implementiert und werde dem Thema eine eigene Blog-Serie widmen.
Zu Punkt 2:
In einem wirklich interessanten Vortrag zeigten die Security-Experten Michael Willers und Frank Solinske die Gefahr von Rootkits und wie leicht diese auf Rechnern mit Administratorbenutzern die Kontrolle übernehmen können.
Es wurde in einer Art Live-Hack gezeigt, dass Rootkits bis in den Kernelmode (Ring 0) eindringen können und dann dort einfach alles machen können. EventLog, Prozessanzeige usw. kann man ab dem Moment vollkommen vergessen. Selbst ein Neuformatieren der Festplatte hilft nicht das Rootkit los zu werden, da es die eigenen Speicherbereich als defekt markieren kann und somit vom Formatieren auschließen kann. Auch das Finden der Rootkits ist selbst für Experten ein Problem, da sich manche ins BIOS oder den Grafikkartenspeicher speichern oder sich teilweise als Gerätetreiber tarnen.
Die beiden Redner starteten deshalb einen energischen Aufruf, dass Firmen Entwicklern die Lokalen Adminrechte entziehen sollten – so wie bei Microsoft und einigen anderen Firmen schon geschehen.
Wer mehr darüber lesen will, kann sich die Vortragsfolien von Michael Willers als Einstiegspunkt ansehen oder unter www.rootkits.com einige Rootkits downloaden.
Zu Punkt 3:
Daniel Melanchthon und Michael Kalbe diskutierten in einem durchweg unterhaltsamen Vortrag wie man das firmeninterne WLAN sicherer konfigurieren kann.

Bei einer der interessanten Möglichkeiten wurde ein Kondom über die Antenne des Access-Points gezogen. Der Erfolg war jedoch eher bescheiden. Informationen zu besseren Ideen findet man unter:
Sichere Drahtlosnetzwerke mit Windows Server 2003 [Webcast]
Windows XP – Überblick über Technologien und Komponenten für die Bereitstellung drahtloser Netzwerke [Whitepaper]
Grundlagen IPsec
Grundlagen Infrastruktur öffentlicher Schlüssel (Public Key Infrastructure)
Zu Punkt 4:
Oliver Scheer zeigte in seinem Vortrag einen Einblick in die Windows Live Beta. Aus meiner Sicht ist da nichts wirklich neues dabei – jedoch werden viele bekannte und beliebte Dienste in einem neuen programmierbaren Komplettmodell angeboten. Ob sich Windows Live wirklich gegen die erfolgreichen Einzeldienste durchsetzen kann wird sich erst noch zeigen. Schön bunt und interaktiv ist es jedoch jetzt schon.
Zu Punkt 5:
Shinja Strasser und Frank Eller zeigten ihrem Vortrag die Architektur ihres Frameworks, das angeblich so stark skaliert das auch 40.000 Clients bedient werden können. Viele der gezeigten Aspekte sind natürlich nicht unbekannt jedoch konnte man gut erkennen, dass die Basis für alle wirklich großen Anwendungen eine lose Koppelung der einzelnen Funktionalitäten sein muss. Wenn man diesen Punkt von Anfang an beherzigt, dann lassen sich weitere schwierige Aspekte wie z.b. Updates zur Laufzeit (ein System mit tausenden Clients kann kaum einfach angehalten werden) mit relativ wenig Aufwand realisieren.
Der zweite Teil des Vortrags sollte die neueste Version des Frameworks in Aktion zeigen, leider gab es da einige Probleme so dass dies sicher nicht so gelaufen ist wie von den Rednern gewünscht. Bei dem was man sehen konnte waren jedoch auch schon viele Prinzipien wie RemoteTransperancy usw. implementiert.
Zu Punkt 6:
Microsoft hat mit der Implementaton des Security Development Lifecycle ein System geschaffen um Ihre eigene Software auf ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau zu befördern. Der Aufwand der dort betrieben wird ist absolut beeindruckend, aber offenbar auch nötig um das Vertrauen in Microsoft Software und Software im Allgemeinen zu stärken. besonders interessant ist, das nach Aussagen des Redners Sebastian Weber kein Microsoft Produkt mehr ausgeliefert wird, wenn es den abschließenden Security Review nicht besteht.
Zu Punkt 7:
Auf der ICE gab es am Ende so viele Bücher bei der Verlosung, so dass am Ende fast jeder der den Feedbackbogen abgegeben hatte auch eins erhalten hat. Jens und ich haben das natürlich vergessen 🙁

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Frank Lüken
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Friday, 25. August 2006
Aug 25
Wenn man im Navision in einer Textbox ein ? eingibt und Enter drückt öffnet sich ein Fenster mit den Standardtextcodes. Wenn man sich ein paar Standardtextcodes anlegt, dann kann man sich viele oft getätigte Eingaben beschleunigen.
Wednesday, 23. August 2006
Aug 23
Unter http://www.fromgregshead.com/ blogt Greg Price einen interessanten Blog. Besonders die Navision-Kategorie ist empfehlenswert.
Thursday, 17. August 2006
Aug 17
Dank der “Watch & Win”-Kampagne von Microsoft habe ich jetzt für private Zwecke eine Visual Studio 2005 Standard-Version gewonnen. Dabei muss man sich einfach 5 kurze (Einsteiger-)Videos ansehen, die Gewinncodes notieren und dann einfach über das Gewinnformular an Microsoft schicken. Mitmachen lohnt sich da die Gewinner zusätzlich auch noch 6 Monate ASP.NET-Webhosting gewinnen.
Monday, 14. August 2006
Aug 14
Today I want to describe a way to integrate Oracle into Navision. We use this way to migrate selected Tables and Views (rawdata) completely automatic into Dynamics Nav. This means we generate the Table-Structure (as a copy of the Oracle data dictionary) and import the data on the fly.

First of all one have to install the ODP.NET (Oracle Data Provider for .NET).
Then create a new C# ClassLibrary-Project and add a reference to the installed OracleDataAccess-Assembly. (see Sample-Project as Reference)
Install your COM-Object. (You can let Visual Studio do this for you)
Then create a Navision-Object which connects to the ClassLibrary and interact with Oracle.
IF g_MigrationHelper.OracleConnect(
g_ORAUserName,g_ORAPassword,g_ORADataSource)
THEN BEGIN
IF p_Test THEN BEGIN
MESSAGE('Connection open');
g_MigrationHelper.CloseOracleConnection;
END
END ELSE
ERROR('Connection failed');
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Saturday, 29. April 2006
Apr 29
Basierend auf der Idee eines universellen Dataports habe ich nun auch mal die andere Seite genauer betrachtet. Um also den erstellten automatischen Dataport benutzen zu können, benötige ich eine Schema.ini und für jede Tabelle ein CSV-File.
Für dBase-Files und Excel-Tabellen kann man den DBF-View-Lister vom Total Commander benutzen. Dieser erzeugt alles was man braucht.
Bei Oracle gestaltet sich das ein klein wenig schwieriger. Man kann zwar mit vielen Tools ganze Tabellen in CSV exportieren jedoch ist das oftmals zu unflexibel. Des weiteren wird auch keine Schema.ini erzeugt, so dass die Spaltentypen im Navision nicht automatisch angelegt werden würden. Aber man kann sich im Oracle ja auch relativ einfach ein Package schreiben, dass genau das tut.
Also ich übergebe nun meinen Package nur noch die zu exportierenden Tabellen und Oracle legt für mich alle CSV’s und die Schema.ini an.